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10 wertvolle Tipps wie du günstig, glutenfrei und gesund kochst!

2013 als wir mit der glutenfreien Umstellung begannen, war es für mich ein Schock.

Alle Produkte waren teuer, teuer, teuer.

Ich sage nicht, dass es nicht gerechtfertigt wäre. Viele glutenfreie Produkte, die wir im Laufe der letzten Jahre kennen und lieben gelernt haben, sind sehr hochwertig und werden aufwendig produziert. Zu diesen Produkten komme ich aber ein anderes mal.

Heute möchte ich mich mit dieser Frage beschäftigen:

Wie koche ich günstig, glutenfrei und gesund?

Hier ein kurzer Überblick: 

Wir sind ein 2-Personen-Haushalt. Früher haben wir mit etwa 70-80,00 EUR die Woche für Lebensmittel gehaushaltet. Natürlich waren darunter auch „Luxus“-produkte …regelmäßig frischer Fisch oder Fleisch und wir haben schon immer sehr geschlemmt.
Das waren dann im Schnitt 320,00 EUR im Monat (nur Lebensmittel). Natürlich gab es auch gerne mal Ausreißer nach oben.

Mit der Umstellung hatten sich unsere Kosten für Nahrung fast verdoppelt von 320,00 EUR auf knapp 600,00 EUR. Das habe ich am Anfang garnicht gemerkt. Wir wollten natürlich alle möglichen Fertigprodukte probieren. Auch wenn ich gerne gekocht habe, war man es natürlich auch gewohnt Essen zu gehen oder eine Pizza in den Ofen zu schieben. Das ging jetzt aber nicht mehr. Und bei 600,00 EUR musste sich was ändern.

Ich erzähle dir nun von unserer Umstellung. Das heißt nicht, dass du alles genauso machen musst. Es soll lediglich eine Hilfestellung sein um ein Gefühl zu bekommen, welche Stellschrauben man drehen kann.

Rüben vom Markt

Günstig und glutenfrei kochen:

  1. Frisch kochen
    Für die meisten wahrscheinlich, das Schwierigste was es gibt. Ja… wir gönnen uns auch ab und zu eine glutenfreie Pizza, ABER es lohnt sich bei einer glutenfreien Umstellung frisch zu Kochen. Dein Körper ist ausgelaugt, wenn du Zöliakie oder ähnliches hast. Er braucht Nährstoffe. Diese nimmst du über Obst und Gemüse auf. Und auf lange Sicht musst du dich an den Gedanken gewöhnen, mehr selbst zu kochen. Hier hast du die Kosten dann selbst in der Hand.
  2. Saisonal einkaufen
    Man hört das zwar oft, aber wenn du ehrlich bist, hältst du dich nicht wirklich daran. Ich habe das früher nicht getan. Wenn ich Lust auf Zucchini hatte, habe ich sie im Winter gekauft. Das würde ich heute nicht mehr tun! Obst und Gemüse sind sehr hochpreisig außerhalb der Saison. Wenn du also merkst, dass sich die Saison ändert, solltest du dich hier kurz informieren. Es gibt fast jeden Monat neues Gemüse und Obst zu entdecken. Dann wird es auch nicht langweilig in der Küche.
  3. Nicht kompliziert kochen
    Wenn du jetzt beginnst mit dem Kochen und das vorher nicht regelmäßig getan hast, dann fang nicht an mit irgendwelchen komplizierten Gerichten. Das frustriert oft, weil es am Anfang nicht klappt. Dieser Beitrag könnte hilfreich für dich sein.
  4. Zeiten beim Einkauf beachten

    Es gibt Zeiten, da werden die frischen Produkte reduziert. Beobachte das bei deinen Supermärkten in der Nähe. Oft werden das Obst und Gemüse 1-2 Stunden vor Schluss rabattiert. So bekomme ich zum Beispiel regelmäßig Kohlrabi für 10 Cent. Also geh abends einkaufen.
  5. Kaufe in Mengen

    Schaffe Platz in der Küche und im Vorratsschrank. Glutenfreie Nudeln und glutenfreie Mehle sind sehr kostenintensiv. Wenn sie erheblich reduziert sind, dann kaufe davon mehrere Packungen. Das macht sehr viel aus.
  6. Selber Backen

    Backen ist am Anfang ein regelrechter Kraftakt für den Kopf. Hier muss der Schweinehund überwunden werden. Wenn das Thema was für sich ist, hilft dir mein Brotback-Crashkurs Teil 1.
  7. Vorrat anlegen

    Wie in Punkt 5 beschrieben solltest du in Mengen kaufen. Deswegen lege dir einen guten Vorrat an. Ich habe immer Tomatendosen, Kichererbsen, Mais, gefrorenen Spinat, Kartoffeln, Eier, Gewürze und und und im Haus.
  8. Vorkochen & Einfrieren
    Ich koche oft etwas mehr. Das kannst du einfrieren oder am nächsten Tag zur Arbeit mitnehmen. Auch hier gilt. Denke nicht kompliziert. Abends isst du eine Tomatensuppe und für den nächsten Tag nimmst du gekochte Nudeln und etwas Parmesan mit. So hast du gleich zwei Gerichte.
  9. Großeinkauf & Essensplan

    Schreibe dir am Anfang der Woche auf was du Essen möchtest und versuche nur einmal in der Woche einkaufen zu gehen. Frische Produkte wie Gemüse kaufe ich teilweise einzeln in der Woche dazu. Hier verraten dir andere Blogger wie sie ihre Woche planen.
  10. Kein Fleisch mehr

    Wahrscheinlich sogar der wichtigste Punkt für dein Portemonnaie. 
Wir hatten uns so stark mit der Ernährung auseinander gesetzt, dass wir entschieden auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Diese Entscheidung habe ich diesem Beitrag erläutert. 
Bei uns gibt es nur noch sehr selten Fisch oder Fleisch. Und wenn wird es zelebriert und hochwertig eingekauft.
    Und ja … man schmeckt einen Unterschied, wo das Tier herkommt.

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Heute liegen wir bei etwa 400,00 EUR im Monat für Lebensmittel. Ich konnte die Kosten erheblich reduzieren. Und dabei habe ich nicht das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen.
Sollte das glutenfreie Einkaufen noch ein Problem für dich sein, hat Silvan von Glutenfreiewelt einen tollen Artikel geschrieben. Der Scannerblick hilft dir schnell glutenfreie Artikel zu finden.

Und denk daran: Diese Veränderungen sind etwas gutes für dich! Probier dich aus!

Deine Nora
PS: Ich würde mich über einen Kommentar von dir freuen! Helfen dir diese Tipps? Hast du noch andere Spartipps?
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Credits: Titelbild von Markus Spiske 

2 Kommentare

  1. Hallo Nora, ich habe heute deinen Blog zum ersten mal gefunden und finde ihn prima. Ich lebe seit ca. 5 Wochen glutenfrei. Bei der der Auflistung der Krankheiten und Symptome von deinem Freund, habe ich gedacht ich schaue in einen Spiegel. Deshalb bin ich einmal mehr davon überzeugt mit glutenfreier Ernährung auf dem richtigen Weg zu sein. Ich bin dankbar für alle guten Tipps die ich bekommen kann und für viele gute Rezepte, egal ob kochen oder backen. Ich habe nun gelesen, dass auch Wurst Gluten enthalten kann. Woher weiß ich, welche Wurstsorten ich essen kann. ganz darauf verzichten möchte ich eigentlich nicht. Wenn ich die Verkäuferin danach frage, kann sie mir keine Auskunft geben was drin ist. Und wie mache ich das mit Kosmetik? Ich benutze da schon recht wenig. Ich halte mich an Naturseifen und halte mich auch mit Creme zurück, aber ein bisschen Pflege brauche ich schon und Öl ist zu reichhaltig, zumindest fürs Gesicht. ja ich habe schon gemerkt, dass glutenfreies Leben nicht ganz einfach ist. Deshalb freue ich mich über alle guten Tipps die ich bekommen kann.
    Liebe Grüße von Susanne

    • Liebe Susanne, ich freue mich sehr, dass du BeGluno gefunden hast. Dass du hier und im Internet suchst ist schonmal ein wirklich guter Schritt. Du wirst viel Hilfe hier finden! Denn du bist nicht allein!
      Das glutenfreie Leben ist besonders am Anfang etwas anstrengend, aber du wirst dich sehr schnell daran gewöhnen und deinen „Susanne“-Stil finden. Du weißt dann was du essen kannst. Auf Wurst musst du nicht verzichten! Auf der Wurst muss gekennzeichnet werden, ob Allergene enthalten sind. Dass heißt wenn Gluten, Weizen, Getreide oder Weizeneiweiß drinnen steckt, kannst du es nicht essen. Es gibt hier aber viel Auswahl.
      Augen auf bei Kosmetik und Arzneimittel! Das vergisst man am Anfang. Gut, dass du das schon beachtest. Auch hier steht drauf was drin ist. Es wird aber nicht immer der Begriff „Gluten“ oder ähnliches gekennzeichnet. Wir hatten zum Beispiel versehentlich einmal ein Weizenshampoo.
      Suche dir deine Lieblingsprodukte und studiere sie. Diese Begriffe hier weisen auch auf Gluten hin:
      Weizen (Triticum aestivum, Triticum vulgare oder Triticum turgidum durum)
      Secale cereale (Roggen)
      Hordeum districhon oder Hordeum vulgare (Gerste)
      Triticum spelta (Dinkel) und
      Avena sativa oder Avena strigosa (Hafer)
      Aber auch hier wird alles gut! Es gibt viel Auswahl an Naturprodukten! Ich empfehle dir in ein Naturkosmetikladen zu gehen. Die Verkäufer sind hier meistens gut geschult.
      Der Anfang ist immer etwas holprig, aber wenn du den überstanden hast, wird es dir sehr schnell besser gehen! Und wenn du Hilfe brauchst oder an deine Grenzen kommst, meldest du dich bei mir! Du bist nicht allein!
      Sonnige Grüße Nora

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