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Glutenfreies Schwarzbrot im Gärkorb

Wir hatten einfach kein Bock mehr auf Kastenbrot. Es kann ja wohl nicht so schwer sein ein Laib zu backen.

Doch wie funktioniert das eigentlich?

Der Gärkorb war die Lösung. Und er wird nicht, wie anfänglich von mir angenommen, mit gebacken. Er wird nur für den Gärprozess eingesetzt.
Für den Anfang würde ich dir eine Peddigrohrform empfehlen. Für dieses Rezept benötigst du eine Form für 500g. Ich habe unsere ersten Gärkörbe + Textilhauben hier gekauft.

Und dann kann es eigentlich losgehen. 

Auch wenn du das Gefühl hast die es sind viele Zutaten für das Brot. Kann ich dir nur empfehlen, diese Zutaten immer im Haus zu haben. Das vereinfacht deinen Backprozess sehr und du brauchst sie auch für ein Kastenbrot.

Glutenfreies Schwarzbrot im Gärkorb:

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Bei dem Rezept ist eine Küchenmaschine oder Handkneter und ein Gärkorb (500g) notwendig!

Menge: 1 Laib Brot (Gärkorb 500g)
Aufwand: 20 min Vorbereitung + 40 min Gehzeit + 60 min Backzeit + Auskühlzeit

Zutaten

  • 200g Glutenfreie Brotmischung (zb. Schneekoppe)
  • 80g Tapiokastärke (aus dem Asialaden oder im Shop von Unverträglich)
  • 50g Vollkornreismehl
  • 50g Buchweizenmehl
  • 20g Teffmehl
  • 5g Xanthan
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 gestrichener Esslöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel glutenfreie Brühe
  • 500ml warmes Wasser
  • 2 Esslöffel Fiberhusk
  • 1 geriebener Apfel
  • 3 Esslöffel Apfelessig
  • 4 Esslöffel Rapsöl
  • 1 Esslöffel Zuckerrübensirup
  • 2 Hände Körner nach Geschmack (hier Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne)
  • weißes Reismehl aus dem Asialaden zum Einmehlen

Ausrüstung: Küchenmaschine oder Handkneter, große Schüssel, Teigschaber, Gärkorb (500g)

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Wie wird das glutenfreie Schwarzbrot im Gärkorb gemacht?

Anleitung

  1. Bevor du beginnst, suchst du dir alle Zutaten und deine Ausrüstung zusammen und stellst sie vor dich hin. Jetzt kann es losgehen!
  2. Zuerst das Fiberhusk mit Wasser gründlich in einem Glas vermischen und quellen lassen, so dass ein Gel entsteht.
  3. Währenddessen alle trockenen Zutaten miteinander in einer großen Schüssel geben und gut vermengen.
  4. Danach das Fiberhusk-Gel (sollte richtig zäh und dickflüssig sein) dazugeben.
  5. Dann den geriebenen Apfel, den Apfelessig, das Rapsöl und den Zuckerrübensirup hinzufügen. Die Reihenfolge beachten und den gleichen Löffel nutzen. So flutscht es nur!
  6. Den Teig dann für 2-3 Minuten auf niedrigster Stufe kneten.
  7. Danach die Geschwindigkeit schrittweise erhöhen, sodass ein schön geschmeidiger Teigballen entsteht. Nach und nach die Körner dazu geben. Das kann auch 10 Minuten dauern.
  8. Nun den Gärkorb sehr gut Einmehlen (Hinweis: Hier nicht zu knapp Einmehlen, da sich sonst der Teig nicht mehr lösen lässt oder reißt beim Stürzen. Am besten mit reinem Reismehl, kein Vollkornreismehl oder mit einer Gärhaube bzw. Tuch auslegen und dann Mehlen. Ja, man legt zuerst die Gärhaube rein und mehlt dann auf die Haube rauf.)
  9. Den Teig mit bemehlten Händen zu einer Kugel formen und die Oberfläche schön glatt schleifen.
  10. Dann in den Gärkorb geben, mit einem Tuch abdecken und an einem zugfreien, warmen Ort ca. 30-40 Minuten gehen lassen.
  11. Backofen auf ca. 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, den Teig auf ein bemehltes Backblech vorsichtig (!) stürzen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer einschneiden.
  12. Jetzt muss das Brot bei 220 (!) Grad ca. 60 Minuten backen.
  13. Dein Brot sollte dann unbedingt nochmal gut eine Stunde auskühlen.

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Der Teig lässt sich super formen und klebt nicht so sehr. Probier die Oberfläche schön glatt zu streichen und schneide das Brot ein, so kannst du bestimmen wo das Brot beim Backen aufbrechen kann.
 Das Brot eignet sich perfekt für süße und herzhafte Esser. Probiere hier einen Aufstrich von mir aus!   

Viel Spaß beim Backen! Und denk immer daran: Backen ist eine Übungssache, wenn das Brot noch nicht ganz perfekt ist beim ersten Mal hat das nicht zu heißen. Du musst es nur nochmal probieren. 

Hier findest du auch nochmal eine Übersicht für alle wichtigen Utensilien die du für deinen Backstart benötigst.

Deine Nora

PS: Wie war dein Gärkorb-Backversuch? Ich freue mich unten über einen Kommentar von dir!
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4 Kommentare

  1. Hallo Nora,
    kann man so ein Brot auch im Brotbackautomaten backen? Ich wollte schon immer mal so ein Ding haben, denn ich habe vor meiner glutenfreien Zeit auch gern mal ein Brot selbst gebacken. Ich hatte dafür immer fertige Brotbackmischungen verwendet, aber die wurden nie so schön locker wie Bäckerbrot. Andere haben da im Brotbackautomaten viel bessere Ergebnisse erziehlt. Jetzt habe ich aber davon abgelassen, da ich mich ja auch erstmal an glutenfreie Brote herantaste. Aber es würde mich interessieren ob man diese eventuell auch im Automaten backen kann. Vielleicht hast du oder jemand anders Erfahrungen damit.
    Auf jeden Fall habe ich mir heute noch fehlende Zutaten (die ich hier nicht bekomme) für dein Baguette bestellt und hoffe, dass ich am Wochenende schon mal eins ausprobieren kann. Darauf freue ich mich schon. Hast du auch Rezepte für die Weihnachtsbäckerei?
    Liebe Grüße Susanne

    • Liebe Susanne, danke für deine Nachricht. Schön, dass du das Baguette-Rezept ausprobierst. Ich bin sehr gespannt auf dein Ergebnis!
      Leider habe ich keine Erfahrung mit glutenfreien Brot im Brotbackautomaten. Und habe hier auch noch nie ein glutenhaltiges, gutes Ergebnis gekostet. Wir haben uns eher für eine gute Küchenmaschine entschieden, die das mixen etc. übernimmt. Aber probiere es doch einfach aus. Wenn das Brot etwas trocken ist aus dem Automaten, kannst du daraus auch Semmelbrösel oder Croutons machen. Ein Versuch ist es wert! Ich wünsche dir viel Spaß beim Backen. Liebe Grüße Nora

  2. Hallo Nora,
    ich finde deine Tips immer sehr hilfreich, aber mit diesem Schwarzbrot ist so ziemlich alles schiefgelaufen. Meine Fragen: welche Brotmischung nimmst du, um so ein dunkles Brot zu bekommen ? Muss ich das Fiberhusk mit den ganzen 500 ml Wasser ansetzen ? dann entsteht aber kein Gel, bei der Menge Wasser -und wann gebe ich das restliche Wasser dazu ?
    Ich muss dazu sagen, da ich einen großen Gärkorb habe, habe ich die doppelte Menge Teig zubereitet, also auch die doppelte Menge von allen Zutaten verwendet. Mein Teig war einfach nur –flüssig–. Ich habe dann noch eine ordentliche Portion Buchweizenmehl dazugeknetet, so war es dann einigermaßen zu verarbeiten. Was habe ich denn so falsch gemacht ??
    LG Ellen

    • Liebe Ellen, ja FiberHusk muss mit dem ganzen Wasser angesetzt werden. Es muss richtig umgerührt werden, sodass es sich komplett vermischt. Als Mischung nehmen wir Schneekoppe.
      Wie sich das mit der doppelten Menge verhält kann ich dir nicht sagen. Aber ich würde auf keinen Fall die doppelte Menge an Äpfel und Apfelessig verwenden.
      Die doppelte Menge an Öl sollte aber funktionieren.
      Immer auf langsamer Stufe kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Zwischendurch die Körner dazugeben. Wenn alles verknetet ist, sollte man aufhören. Knetet man zu lange kann es sein, dass das FiberHusk das Wasser wieder abgibt. Probier es nochmal. Manchmal braucht es ein paar Versuche. Gärkorb-Brot bedeutet etwas Übung.
      Wenn du nicht weiter kommst, melde dich nochmal. Ich versuche zu helfen.
      Wir wollen es ja schaffen, dass du ein eigenes Gärkorb-Brot kreierst 🙂

Schreibe hier deinen netten und hilfreichen Kommentar! +++ Ich freue mich!

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