Ralf und ich auf dem Fahrrad

Warum niemand zugibt etwas Besonderes zu sein!

Menschen neigen dazu sich kleiner zu machen als sie sind.
Oder aber sich nicht ständig erklären zu wollen.
Oder aber garnicht erst auffallen zu wollen.

Ich kenne das nur zu gut von mir. Es fängt mit Kleinigkeiten an, wie: „Ja ich esse keinen Knoblauch, weil ich ihn nicht mehr vertrage.“ 
bishin zu: „Ja, es ist seltsam, dass ich keinen Knoblauch mehr vertrage, obwohl es vor zwei Jahren noch ging. Ich muss trotzdem leider wissen, ob im Quark Knoblauch ist.“

„Seltsam – Obwohl – Leider“

Hiermit suggeriere ich sofort, dass meine Besonderheit etwas Unangenehmes ist und eine nervige Belastung dem Gegenüber darstellt.

Wir sind mehr darauf fixiert uns klein zu machen und an uns zu zweifeln als
uns groß zu machen und zu sagen: „Ich bin so wie ich bin und ich bin etwas besonderes, weil …!“

Jetzt bist du dran: Ich bin etwas Besonders, weil…!

ICH BIN ETWAS BESONDERES, WEIL ICH KEIN GLUTEN VERTRAGE.

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Und wie fühlt sich das an? Nicht gut? Warum?

Uns wird in jungen Jahren eingetrichtert, dass wir angepasst sein müssen,

dass wir alle gleich funktionieren,

dass wir nicht auffallen sollen und alle das gleiche brauchen.

Hoher Individualismus ist in den letzten Jahren wichtiger geworden, aber nicht, wenn es darum geht, was auf den Tisch kommt.
Man erntet Augenroller und Augenbraunhochzieher, wenn man etwas „Besonderes“ auf dem Tisch verlangt.

Massgeschneiderte Mahlzeiten treffen in Deutschland immer noch auf Unverständnis!

Du fühlst dich unwohl, wenn du spezielle Bedürfnisse beim Essen forderst?

Da kann ich dir nur eines raten: Konfrontation!

Verlasse die Komfortzone! 
Deine Bedürfnisse haben eine Berechtigung!

Hier ist nicht das „Was“, sondern das „Wie“ wichtig.
Wie gehst du selbst mit deinen Bedürfnissen um?

Menschen sind von Natur aus neugierig. Nutze diese Neugierde. Wenn dich jemand fragt, warum du kein Gluten isst, dann beantworte ihm diese Frage.

Nein! Es geht hier nicht darum einen Kampf zu gewinnen. 
Es geht hier um Aufklärung.

Wenn die Fragen zu deiner glutenfreien Ernährung oder anderen Bedürfnissen kommen, dann erkläre sie. Erkläre aber nicht dich!

Sehe das Interesse deines Gegenüber als etwas Wertvolles. Sie ist eine Möglichkeit. Sie ist eine Chance.

Am Ende ist es doch so: Wenn wir krampfhaft versuchen etwas zu verbergen oder eben nicht die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, tun wir es erst recht. Denn in unserem Kopf geht es immer nur darum uns zu unterdrücken. 
Wenn wir es aber akzeptieren und eine Selbstverständlichkeit daraus wird, geht es am Ende garnicht mehr um uns.

Dein Gegenüber wird interessiert weiterforschen oder aber das Thema abheften. Je ehrlicher und offener wir sind, desto weniger wird gebohrt und auf die Goldwaage gelegt.

Menschen lieben Aufgeschlossenheit und lassen sich davon anstecken. Sie vertrauen der Authentizität.
„Ja, glutenfrei Leben ist nicht immer einfach. Aber ich fühle mich seit einer Ewigkeit wieder richtig gesund. Und ich bin sehr dankbar, wenn ein Restaurant versucht auf meine Bedürfnisse einzugehen.“

Anfänglich braucht es Zeit und Übung. Dein Selbstvertrauen muss zurück gewonnen werden.

Also beginnen wir
und vervollständigen diesen Satz:

Ich bin etwas Besonderes, weil…

Deine Nora

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4 Kommentare

  1. Schlaufuchs11

    Was sagt meine Freundin mit Laktoseintoleranz dazu:
    „Ich bin wenigstens nicht mutiert“ bezogen auf einen Bericht über Milchunverträglichkeit und genetische Veränderungen.

    Und das ist es. Wir sind besonders und die anderen sind die komischen auf der Welt 😉 Alles Ansichtssache!

    Ich wünsche einen positiven Blick auf solche speziellen Menschen, anstatt doofe Kommentare…

    • Haha 🙂 Toller Spruch von deiner Freundin. Danke für deinen Kommentar. Lasst uns was Besonderes bleiben und dazu stehen 🙂
      Liebste Grüße

  2. Liebe Nora,

    Danke für diesen Artikel! Denn obwohl ich keine Glutenunverträglichkeit habe, bin ich beim Stichwort „Knoblauch“ sofort angesprungen. Ich vertrage nämlich auch keinen – das geht bei mir nämlich so weit, dass ich fieberartige Zustände bekomme wenn ich (rohen) Knoblauch esse. Glauben will mir das auch fast keiner (natürlich denkt jeder, man ist zu etepetete für Knofi), nur eben die, die die Folgen schon einmal live mitbekommen haben. Und das mit den rechtfertigenden Worten kenne ich nur allzu gut – Deinen Aufruf, mich nicht dafür zu entschuldigen, werde ich mir ab sofort zu Herzen nehmen!
    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Liebe Sandra, vielen Dank für deine offene und ehrliche Nachricht! Schön, dass du dir meinen Aufruf zu Herzen nimmst. Letztendlich müssen wir bei uns anfangen, damit die anderen es verstehen. 🙂
      Sonnige Grüße
      Nora

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