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Das erste Berliner Food Festival für Menschen mit Unverträglichkeiten
-Mein Interview mit Anna Heil-

Wenn wir eine Veranstaltung besuchen, sehen wir so gut wie nie, welche Menschen hinter der Organisation stecken. Wir sehen nicht mit welcher Energie, Schweiß und auch Zweifel sie versuchen ein Event zu gestalten. Sie machen es um uns einen unvergesslichen Tag zu zaubern.

Ihre Motivation ist unser Lächeln.

Ich freue mich seit Tagen auf das zweite Berliner Free From Festival und mich hat es nicht losgelassen herauszufinden, wer hinter dem Festival steckt. Ein großes Team? Eine große Firma? Wer will uns schon wieder etwas verkaufen?

Also habe ich die Veranstalterin für ein Interview angefragt. Dabei erfuhr ich bei unserem ersten Treffen etwas Unglaubliches:

Die Organisation des Berliner Free From Festival ist eine One-Woman-Show.

Die 27-jährige Anna Heil plant und organisiert die komplette Veranstaltung alleine ohne wirklich Erfahrung in dem Bereich zu haben. Es ist ihre pure Leidenschaft die sie antreibt und die so spürbar für mich ist.

 

„Deutschlands erstes Food Festival, das sich auf „free from“-Produkte spezialisiert: Ohne Zucker, ohne Laktose und ohne Gluten.“
Free From Festival

 

Das Free From Festival ist eine sportliche und kulinarische Veranstaltung, wo Menschen mit Unverträglichkeiten, Ernährungsbewusste, Sportfans und Entdecker zusammengebracht werden. Das Festival zeigt uns verschiedene gluten-, zucker- und laktosefreie Produkte und wir werden eingeladen frisch gepresste Säfte, Süßes, herzhafte Leckereien, frischen Matcha und und und zu probieren.

 

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Mein Interview lässt dich hinter die Kulissen schauen und zeigt dir die Frau die das Free From Festival leuchten lässt. Anna Heil ist die Art Frau, die ich als Macherin bezeichnen würde.
Durch das Interview ist mir eines wieder ganz deutlich worden:
Wenn man wirklich etwas will und mit dem ganzen Herzen dabei ist, dann ist alles möglich!

 

Mein Interview mit Anna

Anna Heil Free From Festival
Anna Heil vom Free From Festival

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mich würde als erstes interessieren, wie du auf die Idee gekommen bist so ein Festival zumachen?

Unsere „Entstehungsgeschichte“ ist sehr lang, aber im Prinzip waren wir auf der Suche nach genau so einem Event und haben es dann, als klar war, dass es das in dieser Form noch nicht gibt, kurzerhand selbst organisiert (völlig naiv!).

Was ist das Free From Festival für dich? Beschreib es mir in drei Sätzen?

Ein Ort an dem man die Möglichkeit hat neue Dinge auszuprobieren und über den Tellerrand zu schauen. Vor allen Dingen möchte ich erreichen, dass die Besucher ihre Vorurteile ablegen und somit offen sind spannende Produkte, Konzepte und Menschen kennenzulernen. Dem Körper und dem Geist etwas Gutes tun…

Du beschreibst das Festival auf deiner Website als holistisch. Was bedeutet das?

Erholung, Ernährung und Bewegung vereinen. Die Regeneration steht ganz vorne… Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung gehören zusammen. Es geht darum das Bewusstsein dafür wieder zu öffnen. Bei dem Festival sollte man sich zurücklehnen… spannende Produkte und tolle Alternativen entdecken… seinen Körper bei einem Workout austesten… Livemusik genießen und den Geist schweifen lassen…
Die Kombinationen aus allem macht das Festival holistisch… Es wird viele interessante Vorträge geben, wie zum Beispiel auch heiße Diskussionen zum Thema: Biohacking.

Was ist Biohacking?

Lacht Das erfährst du am Sonntag auf dem Free From Festival!

Du sprichst von Bewegung – machst du regelmäßig Sport?

Ja schon mein Leben lang. Früher habe ich viel Teamsport gemacht und meine Familie hat mich schon früh zum Windsurfing gebracht. Vor 2 Jahren habe ich aus Zeitmangel angefangen zu laufen. Eigentlich habe ich Laufen immer gehasst, aber irgendwann hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt und mittlerweile bin ich fast süchtig.

Heutzutage wirkt das alles wie ein großer Trend. Alle essen gesund und machen ständig Sport. Was hältst du davon?

„Es funktioniert nicht, wenn man versucht einen Trend in sein Leben zu quetschen.“

Ich sehe das nicht so dogmatisch… es ist einfach wichtig in Balance zu bleiben. Es gibt nicht die eine Ernährungs- und die Trainingsweise. Balance macht‘s! Man sollte sich ausprobieren und schauen was der eigene Körper braucht, jeder Mensch ist da anders. Viel Sport ist nicht unbedingt der Weg. Jemand anderes braucht vielleicht nicht so viel Sport wie ich.
Es funktioniert nicht, wenn man versucht einen Trend in sein Leben zu quetschen, der da nicht reinpasst und sich zwanghaft anfühlt. Das will ich auch nicht für das Festival. Einfach ausprobieren und die Elemente die sich gut anfühlen Stück für Stück in dein Leben intigrieren.

Das Festival ist besonders interessant für Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten.
Lebst du glutenfrei, lactosefrei, histaminarm? Verzichtest du auf etwas? Oder hast du Unverträglichkeiten?

Nein ich habe keine Unverträglichkeiten, interessiere mich aber sehr für gesunde Ernährung. Außerdem habe ich eine spannende Erfahrung gemacht:
Vor einem Jahr war ich sehr stark erkältet. Ich wollte eigentlich beim Berliner Halbmarathon teilnehmen, konnte mich aber nicht darauf vorbereiten. Also habe ich meine Ernährung total umgestellt um das fehlende Training wenigstens ein bisschen zu kompensieren: Gefastet… kein Alkohol… keine Süßigkeiten und ich habe mich dann Paleo ernährt.
Der Halbmarathon kam und… ich bin ihn gelaufen… ohne Training aus dem Stand und es lief super.

Beschreibe dich in drei Worten?

Offen + Neugierig + Energie

Was hat dich bewegt so ein Festival zu planen und zu organisieren?

„Das ist meine Passion.“

Ich habe immer Hummeln im Hintern und habe ständig irgendwelche Nebenprojekte. Bei dem Festival interessiert mich die ganze Thematik zwischen Ernährung und Bewegung. In diesem Bereich tut sich gerade extrem viel und ich habe schon jede Menge spannende Menschen durch dieses Projekt kennengelernt. Meine Mutter meinte einmal zu mir: „Das ist deine Passion.“ Ich glaube sie hat recht damit.

Was hast du erlebt bei der Organisation des Free From Festivals? Gab es Stolpersteine?

Es ist nichts glatt gelaufen… es war ein krasses Jahr… Anfang des Jahres stand noch nichts. Ich habe angefangen die Website zu bauen. Aber mit der Idee wuchsen bei mir auch sofort die Zweifel. Also habe ich einfach vielen Leuten von meinen Plänen erzählt. Somit hatte ich keine andere Wahl als weiter zu machen.
Ich habe mich an Verträge gebunden. Zwischendurch hätte ich tausendmal aufgeben können. Es gab viele Ups und Downs… und diese Verantwortung auf meinen Schultern…
Die Leute verlassen sich auf einen… So viele Erwartungen und der Druck wächst… und dann fragt man sich: Warum mache ich das eigentlich? Ich habe eigentlich einen guten Full-Time-Job?
Also heißt es: aussitzen… und warten … und mit Menschen sprechen
Es geht immer etwas schief. Aber irgendwie klappt am Ende dann doch immer alles.

Woraus schöpfst du deine Motivation?

Was das Festival anbelangt ist mein Hauptmotivatorin ganz klar meine Schulfreundin Margarita, die unser Projekt in London realisiert. Wir unterstützen uns gegenseitig!
Bei dem letzten Festival im Sommer saß ich zwischendurch ziemlich demotiviert auf einer Treppe, weil der Plan wieder mal nicht so lief, wie er laufen sollte. Auch wenn die meisten Leute das in diesem Moment wahrscheinlich garnicht mitbekommen haben, hat es mich trotzdem geärgert. Da saß ein fremdes Mädchen neben mir und sagte: „ Gefällt es dir hier auch so gut wie mir? Das ist ein tolles Konzept. Es ist alles von vorne bis hinten toll!“
Dieses Mädchen wusste nicht wer ich war und sie war einfach nur absolut ehrlich.
Das war Motivation pur.

Gab es Kritiker die dir den Wind aus den Segeln nehmen wollten oder es vielleicht sogar getan haben?

„…muss man ein dickes Fell haben.“

Nein… aber es gibt immer Leute die nicht zufrieden sind. Du wirst das kennen, wenn man in der Öffentlichkeit steht, muss man ein dickes Fell haben. Und es wird immer diese klassischen Zweifler geben: „Bist du sicher, dass du das schaffst neben deinem Job?“ und so weiter.
Aber diese Branche ist sehr dankbar für so ein Event. Es werden eher helfende Hände als Ellbogen ausgepackt.

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Wenn du richtig sündigst, was tust du dann?

Ziemlich viel Zartbitter-Schokolade-Orange essen!

Wie sah heute die erste Stunde deines Tages aus?

Aufstehen… kein Frühstück im Kühlschrank… auf das Rad gesetzt und währenddessen telefoniert… auf dem Weg zur Arbeit fast einen Unfall gebaut…man sollte nicht telefonieren auf dem Rad… im Büro gefrühstückt…Müsli mit Milch, Apfel und Banane

Crashfragen: Anna hat 3 Sekunden Zeit zum Antworten:

Wer oder was inspiriert dich?
Verrückte Menschen und Ausprobierer
Welche berühmte Person würdest du gerne auf deinem Festival treffen?
Obama – er hätte ja einfach ein paar Tage länger in Berlin bleiben können, wenn er schonmal hier war?!
Welches Essen mochtest du als Kind nicht gerne?
Rosenkohl
Wähle: Löffel oder Gabel?
Gabel
Joggen im Herbst oder im Frühling?
Herbst…Bunte Blätter…Farbspielerei

Was möchtest du meinem Leser noch sagen?

Komm zum Festival, lass dich inspirieren und probiere eine Sache aus, die du noch nie probiert hast.

 

Danke Anna für deine offenen Worte. Es ist toll, dass du uns hinter deine Kulissen hast schauen lassen. Von außen betrachtet wirkt immer alles so einfach. Ich durfte eine ganz tolle Frau kennenlernen, dessen positive Energie ich unbedingt in diesem Beitrag festhalten wollte. Unser Gespräch war offen und ehrlich und ich danke dir sehr dafür.

Auf deinem Weg wünsche ich dir noch viele wundervolle Momente!

Deine Nora

PS: Ich würde mich sehr freuen, wenn du ein Kommentar unten hinterlässt. Wie findest du das Interview mit Anna?

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6 Kommentare

  1. Als ich von diesem Festival gehört hatte dachte ich, wieder eine Messe über Lebensmittel… Doch das sollte nicht alles sein. Mit etwas skeptischer Einstellung mir nichts verkaufen zu lassen, was ich nicht brauche kam ich auf das – mit Recht benannte – Festival. Es war eine lockere und fröhliche Stimmung, mit Musik und einer tollen Atmosphäre. An allen Ständen wurde man freundlich begrüßt und zum probieren animiert, ohne gleich in ein Verkaufsgespräch verwickelt zu werden – sehr angenehm. Und der Hammer, die verschiedenen Geschmäcker, die Farben, die mit liebe gemachten Produkte, jedes von mir probierte Schmankerl hat mir eine neue Sicht in die Welt der Ernährung gewährt. Ich bin begeistert und natürlich nicht ohne etwas zu kaufen, aber nicht weil ich dazu genötigt wurde, sondern weil die Produkte überzeugten, aus der Halle getreten. Mit einem fetten Grinsen, ein paar Weihnachtsgeschenken und vielen neuen Eindrücken freue ich mich schon darauf die Artikel in meinem Alltag zu integrieren und warte gespannt auf das hoffentlich nächste „Free From Festival“…
    Vielen Dank BeGluno für den tollen Tipp.

    • Lieber Rome, vielen Dank für dein Kommentar. Toll! Genauso habe ich es auch empfunden. Ich bin sehr froh, dass ich da gewesen bin. Liebe Grüße Nora

  2. Eine tolle Idee dieses Interview, spannend etwas mehr über die Person hinter dem Festival zu erfahren.
    Ich freue mich schon sehr aufs Festival und auch dich dort zu treffen. 🙂
    Liebe Grüße
    Yvonne von glutenfrei-frollein.de

  3. Wie cool! Das klingt ja echt super! Was machst du nochmal am Festival? Du bist doch auch iwie integriert, oder nicht?

    Liebe Grüße!

    • Liebe Corinna, ja ich bin dort und werde danach über das Festival berichten…. ich werd mich überall durchfuttern und alles Mögliche ausprobieren. Das wird sehr spannend. Es gibt so vieles zu entdecken. Viellicht sehen wir uns ja dort?! Liebste Grüße Nora

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